Heute sind wir natürlich wieder auf den Spuren von Wilhelm den Eroberer und seiner Frau Mathilda unterwegs. Ziel heute ist: ein Tag in Caen – mal Großstadt statt einsamer Natur.
Wir wollen die beiden Abteikirchen besuchen, die wir beim letzten Besuch in Caen 2014 nicht mehr geschafft hatten.
Bereits im 11.Jahrhundert, unter Wilhelm dem Eroberer, war Caen eine wichtige Stadt des Herzogtums Normandie. Wilhelm ließ in Caen eine starke Burg und um das Jahr 1059 eine Abtei für Frauen (Abbaye aux dames)

und eine Abtei für Männer (Abbaye aux hommes) errichten. In der Abteikirche der Abbaye aux dames ist heute noch das Grab Mathildes zu sehen und in der Abteikirche St. Etienne der Abbaye aux hommes das Grab Wilhelms.
Beide Klöster gehören zu den wichtigsten Baudenkmälern in der Normandie und sind wirklich beeindruckend! Vor allem auch, weil in der Abteikirche St. Etienne wohl gerade jemand Orgel übt, was noch mal eine ganz besondere Stimmung macht.

Übrigens kann man kann im angrenzenden Rathaus die Eintrittskarten kaufen und kann sich dann ein Teil des ehemaligen Klosters ansehen. Von der frühmittelalterlichen Geschichte ist dort aber nichts mehr zu sehen.
Auf dem Rückweg sehen wir dann eine weitere Ruine einer alten Kirche, die aber gar nicht mehr zu besichtigen ist, da sie mit Sicherheit schon einsturzgefährdet ist. Und abgesperrt. Und wenn hier was abgesperrt ist, dann ist das wirklich gefährlich.
Weiter gehts dann durch die Stadt, die eben in der sogenannten Einkaufsmeile doch nur eine Stadt wie jede andere ist. Allerdings finde ich einen Künstlerbedarfs-Shop und muss da natürlich rein. Ein kleines Skizzenbuch und Bleistifte habe ich mir dann mitgenommen.
Da die Burg in Caen ja auf jeden Fall zu einem Besuch dazugehört, gehen wir dort auch noch mal hin. Hier waren wir aber auch schon mal. Von der ursprünglichen Anlage aus dem 11. Jahrhundert ist natürlich so gut wie nichts mehr zu sehen, aber es gibt einen hübschen Kräutergarten und das Musee de Normandie ist auch hier auf dem Gelände.
Leider hat aber das kleine Café bereits zu, also gehts wieder runter in die Stadt, eins suchen welches noch auf hat. Das allerdings war schwer. Viele machen eben am Nachmittag zu und erst am späten Abend wieder auf. Doch ausgerechnet in einer Tapas-Bar